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Seitenzauber in den Highlands

Von Skye MacDonald

Ein Buchladen. Ein Banker. Ein Winter, der alles verändert.

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  • Eingeschneit
  • Buchladen in Schottland
  • Wohlfühlroman

Hazel Muir hat genug von leeren Versprechungen und hohlen Karrieren. Sie will etwas Echtes – einen Ort, an dem Geschichten Zuhause finden. Mitten im schottischen Winter eröffnet sie Once Upon a Shelf, eine kleine Buchhandlung in Glencoe, die mehr sein soll als nur ein Geschäft: ein Zufluchtsort. Ein Licht in der Dunkelheit.

Doch ohne Kredit bleibt der Traum genau das – ein Traum.

William Cairns lebt von Zahlen, nicht von Hoffnungen. Als Banksachverständiger kommt er nach Glencoe, um Hazels Antrag zu bewerten. Seine Diagnose ist klar: zu riskant, zu idealistisch, zum Scheitern verurteilt.

Doch dann schlägt ein Schneesturm zu. Er sitzt fest. Im Dorf. In ihrer Nähe. Und zwischen Kerzenlicht, alten Büchern und langen Winternächten beginnt etwas in ihm aufzutauen – etwas, das er längst begraben glaubte.

Aber seine Ablehnung ist bereits geschrieben. Und die Frage bleibt: Kann ein Mann, der sein Leben lang auf Kontrolle gesetzt hat, lernen, an etwas zu glauben, das sich nicht berechnen lässt?

Ein gefühlvoller, sinnlicher Highland-Roman über den Mut, alles zu riskieren – und die Liebe, die entsteht, wenn zwei Menschen einander wirklich sehen.

Tropes
Tropes von Seitenzauber in den Highlands von Skye MacDonald
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Der Kugelschreiber zittert in meiner Hand. Nur ein kleines Beben, kaum sichtbar, aber ich spüre es bis in die Schulter. Meine Finger umklammern den Stift fester, als wäre er ein Rettungsanker – oder die letzte Chance, noch einen Rückzieher zu machen.

Der Mietvertrag liegt vor mir auf dem staubigen Tresen. Drei Seiten, eng bedruckt, juristisch sauber. Alles korrekt. Alles bindend. Die Buchstaben verschwimmen kurz vor meinen Augen, und ich blinzle, bis sie wieder scharf werden. Ich habe den Vertrag dreimal gelesen. Viermal. Ich kenne jeden Absatz, jede Klausel, jede verdammte Fußnote.

Aber jetzt, mit dem Stift in der Hand, fühlt es sich an, als würde ich von einer Klippe springen.

Ich atme ein. Die Luft ist eiskalt, beißt in meiner Lunge. Es riecht nach Staub und altem Holz, nach Jahren, in denen niemand hier war. Nach Vernachlässigung und Kälte. Die Scheiben sind dick beschlagen, und draußen fällt Schnee – große, schwere Flocken, die sich auf den Fensterbänken türmen. Das Licht, das hereinkommt, ist grau und müde, wintermüde, als hätte selbst die Sonne aufgegeben, gegen die Kälte anzukämpfen.

Der Raum hallt leer. Meine Schritte von vorhin – als ich nervös hin und her gelaufen bin, die Wände abgemessen habe, mir vorgestellt habe, wie es aussehen könnte – das Echo ist noch nicht ganz verklungen.

Mrs. Kincaid, die Vermieterin, steht auf der anderen Seite des Tresens und wartet. Sie sagt nichts, aber ihre Augen ruhen auf mir, scharf und wachsam wie die eines Raubvogels. Sie ist eine kleine, drahtige Frau mit grauem Haar, das streng zurückgekämmt ist, und einer Stimme, die klingt, als hätte sie ein Leben lang gegen den Wind gesprochen. Ihre Wollmütze liegt neben ihr auf dem Tresen, Schneeflocken schmelzen darauf zu dunklen Flecken.

Sie hat mir die Schlüssel schon hingelegt – ein kleiner Bund, alt, die Metallringe angelaufen. Sie liegen da wie eine Herausforderung.

»Miss Muir?«, sagt sie schließlich. Nicht ungeduldig, aber bestimmt. »Wenn Sie noch Fragen haben, ist jetzt der Moment. Ich muss noch einkaufen, bevor der Schnee schlimmer wird.«

Ich schüttle den Kopf. »Nein. Keine Fragen.«

»Dann unterschreiben Sie.«

Unterschreib.

Ich setze den Stift an. Mein Name formt sich Buchstabe für Buchstabe, langsam, bedacht, als würde ich ihn zum ersten Mal schreiben: Hazel Muir. Die Schrift sieht fester aus, als ich mich fühle. Kontrollierter. Als gehörte sie jemand anderem.

Fertig.

Ich lege den Stift hin. Meine Hand brennt, als hätte ich etwas Schweres gehoben. Vielleicht habe ich das auch. Mrs. Kincaid nimmt den Vertrag, faltet ihn mit einer Präzision, die fast klinisch wirkt, und steckt ihn in ihre abgewetzte Ledertasche. Dann schiebt sie mir die Schlüssel über den Tresen. Das Metall ist eiskalt, und ich spüre die Kälte durch meine Handschuhe.

»Das war’s dann«, sagt sie. »Ab dem Ersten gehört der Laden Ihnen, Miss Muir.«

Nicht mir. Ich miete ihn nur. Aber ich nicke trotzdem, weil es sich in diesem Moment so anfühlt, als würde ich etwas besitzen. Etwas, das größer ist als ein Vertrag.

»Danke«, sage ich. Meine Stimme klingt dünn, brüchig, und ich räuspere mich. »Ich meine es ernst. Danke.«

Sie mustert mich einen Moment lang, dann nickt sie. Ihre Augen sind nicht unfreundlich, aber realistisch – die Augen von jemandem, der zu viele gescheiterte Träume gesehen hat. »Viel Glück«, sagt sie, und es klingt ehrlich. »Sie werden es brauchen. Besonders jetzt im Winter. Die Leute bleiben lieber zuhause, wenn’s kalt ist.«

»Ich weiß.«

»Gut. Solange Sie’s wissen.«

Dann ist sie weg. Die Tür fällt hinter ihr zu, und die Glocke – verrostet, still seit Jahren – schweigt. Ein eisiger Luftzug weht herein, bevor die Tür sich schließt, und ich schaudere.

Ich bin allein.

Ich stehe da, die Schlüssel in der Hand, und höre, wie ihre Schritte auf dem Gehweg verklingen, gedämpft vom Schnee. Ein Auto fährt vorbei, langsam, vorsichtig auf der verschneiten Straße. Dann ist es still. So still, dass ich meinen eigenen Atem höre, flach und schnell, als hätte ich gerade einen Sprint hinter mir.

Ich drehe mich langsam um und sehe mich im Raum um. Die Wände sind kahl, die Farbe blättert an den Ecken. Feuchtigkeit hat sich in den oberen Winkeln festgesetzt, dunkle Flecken wie Schatten. Links eine Nische, groß genug für ein Regal – oder zwei, wenn ich clever bin. Rechts ein Fenster zur Straße, die Scheibe so beschlagen, dass ich kaum hindurchsehen kann. Ich wische mit dem Ärmel darüber, und draußen erscheint Glencoe: die Hauptstraße, ein paar parkende Autos, halb unter Schnee begraben, die Berge im Hintergrund wie eine gemalte Kulisse, weiß und massiv und unbeweglich.

Der Schnee fällt dichter jetzt, wirbelt im Wind, legt sich auf alles wie eine Decke.

Hier soll es passieren. Hier soll Once Upon a Shelf entstehen.

Ich spreche den Namen laut aus, ganz leise, nur für mich. »Once Upon a Shelf

Er schmeckt nach Versprechen. Nach etwas, das ich mir selbst schulde. Nach einem Anfang, der schon viel zu lange auf mich gewartet hat. Mein Atem kondensiert in der Luft, kleine weiße Wölkchen, die schnell verschwinden.

Ich schließe die Augen und sehe es vor mir: Regale, vom Boden bis zur Decke, vollgestopft mit Geschichten. Bücher, ordentlich gestapelt, aber nicht steril – nach Gefühl sortiert, nicht nach Alphabet. Eine Empfehlungswand an der Rückseite, handgeschrieben, persönlich, mit kleinen Zetteln: Wenn du das mochtest, versuch das hier. Ein Sessel in der Ecke, abgewetzt, mit einer dicken Wolldecke darüber, bequem genug, dass die Leute bleiben wollen, auch wenn es draußen schneit. Tee für die, die Zeit haben. Und eine Glocke an der Tür, die klingt, wenn jemand kommt – wenn sie hereinstolpern aus der Kälte, Schnee auf den Schultern, rote Nasen, und nach Wärme suchen.

Wenn jemand kommt.

Das »wenn« hängt mir im Magen wie ein Stein.

Ich öffne die Augen wieder. Der Raum ist immer noch leer. Die Vision verschwindet, und zurück bleibt nur die Realität: eiskalte Luft, staubige Böden, beschlagene Fenster. Keine Heizung – die alte Heizung ist kaputt, das hat Mrs. Kincaid mir gesagt, und die Reparatur liegt bei mir. Es fühlt sich an, als hätte ich gerade einen Berg vor mir gesehen und mir eingeredet, ich könnte ihn erklimmen – und jetzt stehe ich am Fuß und merke erst, wie steil er wirklich ist. Und wie kalt.

Ich ziehe meinen Schal enger, hauche in meine Hände. Meine Finger sind taub, und ich schiebe sie unter meine Achseln, um sie aufzuwärmen.

Ich hole mein Handy aus der Tasche und scrolle durch die Notizen. Die Liste ist lang, zu lang vielleicht, aber ich habe sie so oft durchgegangen, dass ich sie auswendig kenne.

Miete: £850/Monat.
Heizung reparieren lassen: £600 (dringend!).
Renovierung (Anstrich, Boden, Elektrik prüfen lassen): £2.500.
Regale (gebraucht, selbst aufbauen): £800.
Erstbestückung (Bücher, Vorbestellungen, Kleinverlag-Kontakte): £5.000.
Laufende Kosten (Strom, Heizung, Internet): £350/Monat (Winter teurer).
Notreserve (für die ersten drei Monate ohne Gewinn): £3.500.

Ich rechne es im Kopf durch, wieder und wieder, als könnte sich die Summe ändern, wenn ich nur oft genug hinschaue. Aber sie ändert sich nicht. Sie bleibt stur, unnachgiebig, real.

£19.100.

Ohne den Kredit geht es nicht. Ohne die Bank bleibt der Laden leer, und mein Traum bleibt das, was er immer war: eine schöne Idee, die nie Wirklichkeit wird. Und im Winter – im Winter ist alles schwerer. Teurer. Kälter.

Ich öffne meine Mails. Die Inbox ist voll – Newsletter, Spam, eine Nachricht von meiner Mutter, die ich später lesen werde. Aber nichts von der Bank. Ich aktualisiere. Wieder nichts.

Der Knoten in meiner Brust zieht sich fester.

Ich stecke das Handy weg und laufe zum Fenster. Ich wische wieder über die Scheibe, und draußen sehe ich eine Frau mit einem Kinderwagen vorbei kämpfen, den Kopf gegen den Wind geneigt. Der Kinderwagen rutscht auf dem Eis, und sie greift fester zu. Ein Hund zerrt an der Leine, schnuppert im Schnee. Das Café gegenüber hat Licht an, die Scheiben beschlagen, warm und einladend. Leben. Alltag. Ich will Teil davon sein. Ich will, dass die Leute hier hereinkommen, dass sie den Laden sehen und denken: Das gehört hierher.

Aber zuerst muss ich es schaffen, ihn zu öffnen. Und ich muss es schaffen, die Heizung zu reparieren, sonst wird das hier nur ein Kühlschrank mit Büchern.

Ich lehne die Stirn gegen das kalte Glas und schließe die Augen. Der Frost kriecht durch die Scheibe, beißt in meine Haut.

Aberdeen. Das Wort taucht auf wie ein Reflex, ungebeten, und mit ihm die Erinnerungen. Ich sehe das Büro vor mir: Glas und Chrom, die Klimaanlage immer zu kalt im Sommer, die Heizung immer zu heiß im Winter, der Kaffee aus dem Automaten immer zu bitter. Mein Schreibtisch war aufgeräumt, immer. Die Pressemitteilungen lagen säuberlich gestapelt, jede Formulierung auf Hochglanz poliert, jede Botschaft so geschliffen, dass sie glatt und harmlos wirkte. Nachhaltige Energiepolitik. Verantwortungsvolles Investment. Zukunftsorientierte Lösungen.

Lügen.

Nicht alle. Aber genug, dass ich nachts wach lag und mich fragte, ob ich das Richtige tat – oder nur das Bequeme. Ob ich für etwas stand oder nur für ein Gehalt.

Ich erinnere mich an ein Meeting. Es war Dezember, dunkel schon um vier Uhr nachmittags. Der Konferenzraum im zwölften Stock, Blick auf den Hafen, die Kräne wie Skelette vor dem grauen Himmel, Hagel, der auf das Wasser fiel und sofort verschwand. Mein Chef – kantiges Gesicht, teure Uhr, Stimme wie geschliffenes Metall – sprach von »Imagepflege« und »Stakeholder-Management«. Ich machte Notizen, nickte, lächelte zur richtigen Zeit. Draußen tobte ein Wintersturm, und ich saß da in meinem warmen Büro und fühlte, wie etwas in mir kleiner wurde.

Das Geld war gut. Sehr gut. Ich konnte mir eine schöne Wohnung leisten, mit Zentralheizung und doppelt verglasten Fenstern. Urlaube in warme Länder, weg von der schottischen Kälte. Kleidung, die ich nie trug. Aber es fühlte sich an, als würde ich mich selbst Stück für Stück verkaufen. Als würde ich jeden Tag ein bisschen mehr von dem verlieren, was mich ausmachte.

Irgendwann war nichts mehr übrig, das sich echt anfühlte.

Also bin ich gegangen. Mitten im Winter. Keine große Szene, keine dramatische Kündigung. Nur ein Gespräch, höflich und sachlich, und dann die Kiste mit meinen Sachen, die ich durch den Schnee zum Auto trug. Meine Kolleginnen haben mich angesehen, als wäre ich verrückt. Im Winter einen guten Job aufgeben? Bist du wahnsinnig?

Vielleicht bin ich das auch.

Aber ich konnte nicht mehr.

Ich öffne die Augen und sehe mein Spiegelbild im Fenster: verschwommen, blass, unsicher, eingerahmt von Frost. Ich sehe aus wie jemand, der noch nicht weiß, ob sie richtigliegt.

Mein Handy vibriert.

Ich zucke zusammen, als hätte mich jemand angestoßen. Mein Herz hämmert, laut und schmerzhaft gegen die Rippen, als ich das Handy aus der Tasche ziehe. Meine Finger sind taub vor Kälte – oder vor Angst, ich weiß es nicht genau.

E-Mail. Bank of Scotland.

Ich schlucke. Mein Mund ist trocken. Ich starre auf die Betreffzeile, wage es nicht, sie anzutippen.

Dann tue ich es doch.

Sehr geehrte Miss Muir,

vielen Dank für Ihren Kreditantrag vom 10. Januar. Nach Prüfung Ihrer Unterlagen benötigen wir weitere Informationen zur Standortanalyse und zur langfristigen Wirtschaftlichkeit Ihres Vorhabens.

Ein Sachverständiger unseres Hauses wird Sie vor Ort besuchen, um eine abschließende Bewertung vorzunehmen.

Termin: 20. Januar, 10:00 Uhr, Glencoe.

Bitte beachten Sie die aktuellen Wettervorhersagen. Bei schlechtem Wetter wird der Termin ggf. verschoben.

Name des Prüfers: William Cairns.

Bitte halten Sie alle relevanten Unterlagen bereit.

Mit freundlichen Grüßen,
Bank of Scotland, Geschäftskundenbereich

Ich lese die Nachricht zweimal. Dann ein drittes Mal. Jedes Wort prägt sich ein, hart und klar wie ein Stempel.

Ein Prüfer.

Das Wort sitzt wie ein Splitter. Nicht »Berater«. Nicht »Ansprechpartner«. Prüfer.

William Cairns.

Ich kenne den Namen nicht. Aber ich kenne den Ton. Sachlich. Neutral. Endgültig. Das ist kein Gespräch. Das ist eine Inspektion.

Ich stecke das Handy weg und lehne mich gegen die Fensterbank. Die Kälte dringt durch meine Jeans, kriecht mir in die Knochen. Draußen wird es dunkler, obwohl es erst drei Uhr nachmittags ist. Der Winter verschluckt das Licht so früh hier. Die Berge verschwimmen im Schneegestöber.

Ein Prüfer. Hier. In sechs Tagen.

Er wird herkommen, wird durch diesen leeren, eiskalten Raum gehen, wird meine Zahlen sehen – und dann wird er entscheiden. Ob mein Traum realistisch ist. Ob ich es wert bin. Ob Once Upon a Shelf eine Chance verdient oder nur eine weitere gescheiterte Idee ist.

Ob ich verrückt bin, im Winter einen Buchladen zu eröffnen.

Ich presse die Handflächen gegen die Fensterbank, spüre das raue Holz, die Risse und Kerben, die Kälte, die sich darin festgesetzt hat. Alles hier ist alt, abgenutzt, brüchig.

Aber es steht noch.

Ich schließe die Augen und denke an die Bücher, die ich als Kind gelesen habe. An die Geschichten, die mich gerettet haben, als zuhause alles grau und stumm war. Meine Eltern waren nicht grausam, nur… abwesend. Beschäftigt. Praktisch. Bücher waren Zeitverschwendung, sagten sie. Träume waren etwas für Leute, die es sich leisten konnten.

Aber die Bücher haben mir gezeigt, dass es mehr gibt. Dass man nicht bleiben muss, wo man ist. Dass man wählen kann.

Ich erinnere mich an einen Winter, ich war zehn. Es hatte geschneit, tagelang, und die Schule war geschlossen. Ich saß in der Bibliothek – die einzige warme Stelle außer zuhause –, eingewickelt in meinen Mantel, und las Der geheime Garten. Draußen war alles weiß und kalt, aber auf den Seiten war es Frühling. Auf den Seiten wuchs etwas.

Und ich wusste: Ich will das auch. Ich will einen Ort, wo Dinge wachsen können, auch im Winter.

Once Upon a Shelf.

Das ist kein Hobby. Das ist kein Luxus.

Das ist mein Zuhause. Das ist der Ort, an dem ich endlich das Gefühl habe, richtig zu sein.

Ich öffne die Augen. Draußen fällt der Schnee jetzt dichter, die Flocken groß und schwer. Die Berge sind nur noch Schatten. Die Straße verschwindet unter Weiß.

William Cairns.

Ich werde bereit sein.

Ich muss es sein.

Ich ziehe meinen Mantel enger, nehme die Schlüssel und gehe zur Tür. Bevor ich gehe, drehe ich mich noch einmal um, sehe den leeren Raum, die kahlen Wände, das beschlagene Fenster.

»Ich schaffe das«, sage ich laut. Meine Stimme hallt in der Leere.

Dann gehe ich hinaus in den Schnee.

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Skye MacDonald

Über Skye MacDonald

Skye MacDonald schreibt gefühlvolle, romantische Wohlfühlromane, die den Zauber Schottlands feiern – von einsamen Blockhütten in den Highlands bis zu eleganten Penthouses mit Blick auf Edinburgh Castle.

Ihre Geschichten verbinden Leidenschaft, Humor und Herzenswärme und erzählen von starken Frauen, die wissen, was sie wollen, und Männern mit rauer Schale und weichem Kern. Ob grummeliger Einsiedler, charmant-schottischer Handwerker oder geheimnisvoller Millionär – jede Liebesgeschichte verspricht prickelnde Spannung, emotionale Tiefe und das perfekte Happy End.

Skye liebt die klassischen Romance-Tropes, die Leserinnen verzaubern: Zwangsnähe, Grumpy-Sunshine, zweite Chancen und Winterromantik. Doch hinter jeder ihrer Geschichten steckt ein Hauch Magie und das Gefühl, Zuhause zu finden – zwischen Kaminfeuer, Schneeflocken und Highlands-Zauber.

Bevor sie Romane schrieb, arbeitete Skye als Reisejournalistin und verliebte sich in die wilde Schönheit der schottischen Landschaft und den kreativen Puls von Edinburgh. Diese Leidenschaft für Land, Leute und Geschichten fließt heute in jedes ihrer Bücher ein.

Wenn sie nicht schreibt, wandert sie auf Pfaden entlang der Lochs, stöbert in Buchhandlungen und genießt ein Glas Whisky mit ihrem Mann und ihren zwei Terriern.

Sie glaubt, dass in jedem Sturm und auf jeder sternenklaren Straße ein kleines Stück Magie liegt – und dass Liebe in Schottland einfach ein bisschen stärker leuchtet.

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